5 Gründe, warum du dich um deine Finanzen kümmern solltest

Finanzen kümmern

Das Thema Geld spielt in unserem Leben eine große Rolle und betrifft uns alle auf gleicher Weise. Wir müssen uns alle um unsere Finanzen kümmern. Denn es gibt viele Bereiche, die von unserem Geld abhängig sind oder davon beeinflusst werden. Wusstest du, dass unsere Entscheidungen z.B. auch von unserer finanziellen Situation abhängig sind? Deswegen zeige ich dir heute 5 wichtige Gründe auf, wieso du dich um deine Finanzen kümmern und das niemand anderem überlassen solltest.

1) Die gesetzliche Rente

Ich weiß, das Thema Rente ist nicht gerade das spannendste, denn für viele von uns ist es noch ziemlich weit weg. Doch wir sind alle von Altersarmut betroffen. Das können wir ändern, indem wir uns rechtzeitig um unsere Finanzen kümmern. Um zu verstehen, wieso das so ist, sehen wir uns mal die Situation der aktuellen Renter an, die jetzt schon nicht gerade rosig ist.

Die durchschnittliche Rente beträgt derzeit knapp 1.400 Euro. Brutto wohlgemerkt. Bei Frauen fällt sie leider noch geringer aus. 2017 hat eine weibliche Rentnerin 705 Euro brutto im Durchschnitt erhalten. Davon abgezogen werden neben dem persönlichen Steuersatz, 7,3% für die Krankenversicherung sowie ca. 3% für die Pflegeversicherung. Wirklich viel bleibt dann am Ende nicht mehr übrig. Und besser wird die Situation in Zukunft, wenn sich am Rentensystem nichts ändert, auch nicht. Denn: Deine aktuellen Steuerzahlungen werden direkt im sogenannten „Umlageverfahren“ an die aktuellen Renter und Renterinnen ausbezahlt. Dabei gibt es nur ein Problem: Wir werden immer älter und bekommen immer weniger Kinder. Deswegen werden seit Jahren die Sätze der gesetzlichen Rente angehoben und unser Rentenalter hochgeschraubt. Trotzdem geht die Rechnung nicht mehr auf und der Staat muss bereits jetzt schon die aktuellen Renten auch über den Staatshaushalt aus anderen Töpfen querfinanzieren. Nichtsdestotrotz werden die ausgezahlten Beiträge immer geringer.  Und wenn man sich die aktuelle Durchschnittsrente ansieht und weiß, dass die Situation durch das Umlageverfahren nicht besser wird, dann kann man sich ausmalen, wie es in 20,30 oder 40 Jahren um die Rente steht.

 

Lebenserwartung berechnen

Möchtest du wissen, welche Lebenserwartung du hast? Das Deutsche Institut für Altersvorsorge stellt online einen Lebenserwartungsrechner bereit. Zu wissen, wie alt man ungefähr wird, hilft auch dabei, seine Finanzen zu planen. Statistisch gesehen liegt meine persönliche Lebenserwartung bei 94 Jahren. Ich finde das ganz schön cool, denn ich male mir dabei aus, was ich im hohen Alter alles so erleben kann. Reisen oder viel Zeit mit seinen Liebsten zu verbringen sind nur zwei von ganz vielen Beispielen, die ich euch geben könnte.

Versuche doch auch mal, dir vorzustellen, was du im Alter alles so machen könntest, wenn du finanziell frei bist und nicht mehr arbeiten musst. Vielleicht ist der Gedanke an Gartenarbeit und den ganzen Tag im Freien zu sein ja vielleicht ein ganz schöner für dich? Oder der Gedanke mit ganz alten Freunden jeden Abend Karten um die lustigsten Dinge zu spielen, klingt für dich nach einer schönen Rente? Wir müssen uns um unsere Finanzen kümmern.

Dann versuch dir auch mal das Gegenteil davon vorzustellen. Dass du all das nicht genießen kannst und weiter arbeiten gehen musst. Obwohl du schon dein ganzes Leben immer viel gearbeitet hast und eigentlich gar nicht mehr richtig fit bist. Welche Dinge du alles nicht genießen könntest, weil du nicht für dein Alter vorgesorgt hast und so wenig Rente erhältst. Nicht so schön oder?

Deswegen: Wenn du dich um deine Finanzen kümmerst und dich einmal mit der Finanzplanung für das Alter auseinandergesetzt hast, kannst du dich entspannt zurücklehnen und dich auf deine Rente freuen.  

2) Die Inflation

Warum ist die Inflation ein Grund, dass du dich um deine Finanzen kümmern solltest? Ganz einfach: Weil dein Geld durch die Inflation an Wert verliert.  Mit der Inflation ist nämlich die Veränderung der Kaufkraft des Geldes zum Schlechteren gemeint. Mit der Zeit ist Geld nämlich immer weniger wert und man kann für den gleichen Betrag immer weniger kaufen. Die Inflation ist per se nichts Schlechtes und eine Inflationsrate von bis zu 2% ist sogar wünschenswert. Denn das bedeutet gesundes wirtschaftliches Wachstum. Die aktuelle Inflationsrate in Deutschland (Stand Juni 2022) liegt im Moment allerdings bei sage und schreibe 7,6%.

Um zu verstehen, das was genau bedeutet, zeige ich dir ein Rechenbeispiel: Nehmen wir an, du hast 2021 100 Euro auf deinem Girokonto liegen gelassen. Bei einer Inflationsrate von 2% hast du nach einem Jahr zwar noch diese 100 Euro auf dem Konto. Die Kaufkraft dieser 100 Euro liegt dann aber nur noch bei 98 Euro. Nach zwei Jahren sind sie nur noch 96,04 Euro wert, nach drei Jahren 94,12 Euro usw. Liegt die Inflation allerdings bei 7%, würde die Kaufkraft der 100 Euro 4 Jahre später bei 75 Euro liegen!

Allerdings kannst du dein Geld vor der Inflation schützen. Das kannst du, indem du dein Geld nicht auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto sparst, sondern in Geldanlagen wie z.B. in ETFs investierst. Richtig aufgestellt kannst du damit dein Risiko senken und eine gute Rendite erzielen. Doch aufgepasst, das solltest du nur mit Geld machen, dass du eine längere Zeit nicht brauchst. Ab einem Anlagehorizont von 10 Jahren, ist es nämlich am besten an der Börse bzw. in ETFs investiert (z.B. wenn du fürs Alter vorsorgen möchtest). Beachte dabei bitte auch, dass du für Notfälle immer noch genug Geld auf deinem Konto hast, um für alle Fälle gerüstet zu sein. Einen Notgroschen von 3 Netto-Monatsgehälter beiseite zu haben, ist dafür ideal. Hast du diesen Betrag auf dem Konto, kann alles darüber in ETFs investiert werden.

So schützt du dein Geld vor der Inflation

Allerdings kannst du dein Geld vor der Inflation schützen. Das kannst du, indem du dein Geld nicht auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto sparst, sondern in Geldanlagen wie z.B. in ETFs investierst. Richtig aufgestellt kannst du damit dein Risiko senken und eine gute Rendite erzielen. Doch aufgepasst, das solltest du nur mit Geld machen, dass du eine längere Zeit nicht brauchst. Ab einem Anlagehorizont von 10 Jahren, ist es nämlich am besten an der Börse bzw. in ETFs investiert (z.B. wenn du fürs Alter vorsorgen möchtest). Beachte dabei bitte auch, dass du für Notfälle immer noch genug Geld auf deinem Konto hast, um für alle Fälle gerüstet zu sein. Einen Notgroschen von 3 Netto-Monatsgehälter beiseite zu haben, ist dafür ideal. Hast du diesen Betrag auf dem Konto, kann alles darüber in ETFs investiert werden.

3) Die Niedrigzinsphase

Ein weiterer Grund, wieso du dich um deine Finanzen kümmern solltest, ist die Niedrigzinsphase. Zinsen sind Teil des Wirtschaftskreislaufs. Sei es, dass man Zinsen bekommt, wie z.B. auf dem Festgeldkonto oder Zinsen selbst bezahlen muss, weil man sich Geld von einer Bank geliehen hat. Wie hoch die Zinsen sind, entscheidet und steuert die EZB. Das macht sie, um geldpolitische Maßnahmen zu ergreifen und Dinge wie z.B. die Inflation zu beeinflussen. Seit Jahren befinden wir uns in der sogenannten Niedrigzinsphase. Wir bekommen also wenig Zinsen für unser Geld, können uns dafür aber auch günstige Kredite bei der Bank besorgen.  

Auch wenn die EZB das erste Mal nach einem Jahrzehnt den Leitzins anheben will und du jetzt denkst, dass dein Geld auf dem Girokonto besser aufgehoben ist, da es deswegen wieder Zinsen für Geld gibt: Allzu euphorisch können wir deswegen leider nicht sein. Die EZB will den Leitzins um 0,25 Punkte erhöhen. Dem gegenüber steht aber die aktuelle Inflationsrate von 7,6%, den der Zins der Bank somit nicht ausgleichen kann. Dein Geld verliert trotzdem weiter an Wert.  Klingt nicht nach einer wirklich cleveren Finanzstrategie für dein eigenes Leben, oder?

Doch durch kluges Investieren, können wir langfristig gesehen 5% Rendite erreichen, und so wie oben schon beschrieben, unser Geld vor der Inflation schützen und das trotz Niedrigzinsphase. Wie genau du dein Geld investieren und klug anlegen kannst, haben wir in einem extra Beitrag für dich zusammengestellt. Schau doch gleich mal rein.

4) Altersarmut

Meiner Meinung nach einer der wichtigsten Gründe, warum man sich um die Finanzen kümmern sollte: Aktuell ist in Deutschland jeder Fünfte von Altersarmut betroffen. Und das, obwohl unser Land eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder weltweit ist. Außerdem besonders bitter daran:  Eine Gruppe  ist noch mal besonders hart von Altersarmut betroffen.  Denn Altersarmut ist weiblich.

Warum ist das so? Zu einem liegt das an dem Gender Pay Gap. Statistisch gesehen bekommt eine Frau für exakt die gleiche Arbeit und gleicher Qualifikation 6% weniger Gehalt als ihr männlicher Arbeitskollege. Und das einfach nur deswegen, weil sie weiblich ist. So zahlt sie auch 6% weniger in die Rentenkasse ein. Das mag auf den ersten Blick nicht so viel erscheinen, macht auf Dauer aber eine große Summe aus!

Zum anderen liegt das daran, dass Frauen häufig nach ihrer Elternzeit wieder Teilzeit in den Job einsteigen, um sich um ihre Kinder besser kümmern zu können. Frauen verbringen eben viel Zeit mit unbezahlter Care-Arbeit. Und in der Zeit, in der sie nichts verdient, ist auch die Zeit in die kein Geld für sie ins Rentensystem einfließt.

Ein weiterer Grund:  Dadurch, dass Frauen weniger als Männer verdienen, haben sie natürlich auch viel weniger Geld übrig, das sie fürs Alter sparen oder an der Börse investieren könnten. Das erkennt man auch an der Statistik zur Börse. Nur 36% der Aktionäre in Deutschland weiblich.

Höchste Zeit also das Thema nicht mehr zu vermeiden, sondern aktiv anzupacken und sich um die eigenen Finanzen kümmern!

 

5) Finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit

Vielleicht träumst du schon länger davon, mit 40 in Rente zu gehen. Oder hast vor auf eine Weltreise hin zu sparen. Möglicherweise findest du auch einfach nur den Gedanken, von nichts und niemanden abhängig zu sein auch als äußerst zufriedenstellend. Egal was es ist: Mit finanzieller Freiheit und Unabhängigkeit sich seine eigenen Träume erfüllen zu können, kann Realität werden!

Zugegeben, mit einem geringen oder mittleren Einkommen ist das ganze Unrealistisch und es könnte ziemlich schwer werden, so finanziell unabhängig zu werden. Doch es gibt Mittel und Wege, die finanzielle Freiheit zu erreichen. Allein wenn man bedenkt, welche Sicherheit und Leichtigkeit ein Notgroschen in dein Leben bringen kann, dann denk mal den Gedanken weiter: Wie es sich wohl anfühlt, wenn dein Einkommen abgesichert und deine Altersvorsorge organisiert ist. Auch wenn du erst später startest, gibt es noch genug andere Möglichkeiten, deine Unabhängigkeit aufzubauen. All das ist möglich, wenn du Verantwortung für Deine Finanzen übernimmst, klare Ziele definierst und entsprechend handelst. Denn nichts ist unmöglich, weil du eigenverantwortlich dein Leben und deine Finanzen gestalten kannst!

Wir müssen uns also um unser Geld kümmern und uns Gedanken dazu machen. Und zwar richtig. Wir haben das Glück in einem Land wie Deutschland zu leben. Wir müssen uns nicht um unsere Grundversorgung und Existenz fürchten, wenn es uns mal schlecht geht. Wenn wir beispielsweise erkranken, einen schweren Unfall haben oder arbeitslos werden. Wir zahlen monatlich solidarisch in die gesetzlichen Sozialversicherungen, wie Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Unfall- und Rentenversicherung ein. Somit ist ein Grundschutz unserer Gesellschaft gewährleistet.

Hier kommt die Eigenverantwortung ins Spiel. Es ist wichtig, dass du das Ruder selbst in die Hand nimmst und dich somit um deine Finanzen kümmern kannst. Mit dem richtigen Mindset, in einen regelmäßigen Sparmodus zu kommen, die richtige Versicherung abzuschließen, und früh damit anzufangen, sind Dinge die dich ins Handeln bringen. Sie ermöglichen es dir genau das zu erreichen, was du möchtest.

Hol dir Unterstützung von Profis

Dabei muss man nicht alles selbst machen. Wenn du kürzere Haare haben willst, gehst du zum Friseur. Natürlich könntest du dir aber auch die Zeit nehmen, zu lernen deine Haare selbst zu schneiden. Die Frage ist nur, ob du das auch möchtest. Andernfalls gehst du ja mit einer genauen Vorstellung zum Friseur und sagst ihm, wie genau die Frisur aussehen soll. Genau das kannst du auch auf deine Finanzen übertragen: Du kannst alles selbst lernen und Zeit und Geld ins Lernen investieren oder du gehst mit ein paar Grundkenntnissen und genauen Zielen zu einem Berater, der dir helfen kann deine Ziele zu erreichen.

Wenn du eine Beratung wünscht, kannst du bei uns sehr gerne ein Erstgespräch für z.B. eine BU-Beratung oder eine ETF-Rentenversicherung ausmachen, je nach dem bei welchen Thema du gerade Unterstützung brauchst.

Fazit

Das aller allerwichtigste bei dem Thema Finanzen ist, dass du es selbst in die Hand nimmst, keine Zeit verlierst und deine Ziele endlich verwirklichst – ganz egal ob mit oder ohne Hilfe! Denn der beste Zeitpunkt um damit zu starten, war vor zehn Jahren. Der zweitbeste ist heute.

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