Gesundheitsfragen BU: Was muss ich beachten

Gesundheitsfragen BU

Du kennst die Risiken einer BU und möchtest dich gegen diese absichern? Super, denn die BU ist eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Bevor es aber zum Abschluss kommt, gibt es aber noch eine Hürde: Die BU Gesundheitsfragen

BU Gesundheitsfragen das wichtigste beim Antrag

80% der Berufsunfähigkeits-Fälle werden bewilligt. Was ist mit den restlichen 20%? Eine der häufigsten Gründe für die Verweigerung der Zahlung ist die Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht – Also falsche Angaben bei den Gesundheitsfragen. Leider haben wir auch die Erfahrung gemacht, dass viele beim selbst ausfüllen der Gesundheitsfragen falsche Angaben machen. Das ist ärgerlich und könnte in manchen Fällen schwerwiegende Folgen für den Versicherten haben. Aber ja, woher soll man auch wissen, wie man diese Fragen optimal ausfüllt? Erfahrung macht für gewöhnlich den Meister.

Deshalb geht es in diesem Beitrag darum, worauf du bei den Gesundheitsfragen für die BU achten musst und worauf es beim BU-Abschluss ankommt.  

Was ist eine BU und warum ist sie so wichtig?

Bevor wir auf die Gesundheitsfragen BU eingehen, möchte ich zuerst die Frage beantworten, was genau eine BU eigentlich ist. Sei es Krankheiten, Unfälle oder ähnliches. Jeden von uns können Ereignisse ereilen, durch die wir Gefahr laufen unsere Arbeitskraft zu verlieren. Letztendlich ist unsere Arbeitskraft für uns lebenswichtig, weil wir uns damit alles aufbauen. Unsere Arbeitskraft ist also die Basis, um unser Leben zu gestalten und in unseren Sinnen zu leben.  

Und auch wenn du denkst, dein Job ist nicht gefährlich: Niemand ist vor Schicksalsschlägen gewahrt. Denn die Diagnose Krebs kann unabhängig vom Job eintreten. Oder vielleicht ist man zur falschen Zeit am falschen Ort. Dann ist die Basis, also die Arbeitskraft gefährdet. Doch das Leben und somit auch die Fixkosten laufen ja weiter und müssen bezahlt werden. Zum Beispiel möchte man sein Haus oder seine Wohnung bestimmt behalten. Mit den Folgen eines Unfalles oder einer schweren Krankheit zu leben ist schon schwer genug. Da kann man gut auf finanzielle Sorgen verzichten.

Die BU ist also dafür da, um finanziell abgesichert zu sein, wenn gesundheitlich etwas passiert und man nicht mehr in der Lage ist zu arbeiten. Wie sichert die BU die eigenen Finanzen ab? Man erhält weiterhin regelmäßiges Einkommen in Form einer BU-Rente und kann seine laufenden Kosten im Idealfall damit decken.

Die Erwerbsminderungs-Rente sichert das Risiko des Arbeitskraftverlustes nicht genug ab

Die Definition Erwerbsminderung ist eine andere als Berufsunfähig. Bei der Erwerbsminderung wird nämlich nur geprüft, ob du grundsätzlich arbeiten gehen kannst oder nicht. Und dann wird geguckt, wo auf dem Arbeitsmarkt deine Arbeitskraft einsetzbar ist. Die Deutsche Rentenversicherung kann von dir also verlangen einen anderen Job auszuüben.

Das ist der entscheidende Punkt gegenüber der BU! Die BU prüft, ob ich in meinem zuletzt ausgeübten Beruf arbeiten kann. Und wenn das zu 50% über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten geht, dann erhalte ich eben auch die BU-Rente. Wenn du berufsunfähig bist, bist du nicht automatisch erwerbsgemindert, sodass das zwei unterschiedliche Zahlungsleistungen sind.

Als Beispiel: Ein Friseurin oder ein Friseur der eine Haarallergie bekommt wäre BERUFSunfähig. Er könnte also SEINEN Beruf nicht mehr ausüben. In dem Fall wäre es jedoch nicht erwerbsgemindert, weil er noch in anderen Jobs tätig sein könnte.

Zudem ist die Ablehnungsquote auf Erwerbsgeminderten-Rente sehr hoch: 2020 haben von 350.000 Antragsstellern 40% einen Ablehnungsbescheid erhalten. Man kann sich also nicht ausschließlich auf die Erwerbsminderungs-Rente verlassen.

Gesundheitsfragen BU sind wichtig beim Abschluss

Kommen wir zum praktischen Teil des Beitrags: Was ist wichtig bei einem BU Abschluss?

Das sind im Prinzip 3 Schritte, auf die ich im Anschluss näher eingehe

  1. Die richtige Aufarbeitung der Gesundheitshistorie
  2. Richtige Tarifausgestaltung
  3. Vergleich von Anbietern und deren Klauseln

1. Die Aufarbeitung Gesundheitshistorie: Gesundheitsfragen BU richtig beantworten

Bevor du überhaupt eine BU abschließen kannst, muss also einiges im Vorfeld geprüft werden. Logischerweise wirst du zu deinen vergangenen Arztbesuchen befragt. Aber auch deine Hobbys sind für die Versicherung interessant. Warum ist das so? Die Versicherung will wissen, wie es um deine Gesundheit steht und ob sonstige Risiken bestehen. So schätzen Versicherer dein individuelles Risiko ab, berufsunfähig zu werden. Für die Versicherer sind vor allem Fragen zu deinem Beruf & Einkommen, Krankheiten und sonstigen Risiken relevant. Wunder dich deshalb nicht, dass die Fragen nicht nur auf den jetzigen Zustand deiner Gesundheit bezogen sind.

Im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) ist es gesetzlich geregelt, dass die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantwortet werden müssen – mit der sog. vorvertraglichen Anzeigepflicht. Was heißt das genau? Das heißt, du musst als Versicherungsnehmer alle Fragen der Versicherung offen, ehrlich und richtig beantworten. Ein Verstoß gegen die Anzeigepflicht liegt vor, wenn du Fragen der Versicherung falsch beantwortest – egal ob mit Absicht oder unbeabsichtigt. Deshalb ist es so wichtig beim Antrag sauber und gründlich vorzugehen. Ein Hinweis am Rande: Alles, was über die Fragen der Versicherung hinaus geht, bist du nicht verpflichtet zu beantworten.

Wie du einen Verstoß vorbeugen kannst: Gesundheitsfragen BU genau durchlesen

Am besten beantwortest du die Fragen der Versicherer ehrlich. Um nichts aus Versehen zu vergessen ist es sinnvoll deine Patientenakte bei deiner Krankenkasse anzufordern. Alle dort aufgelisteten Diagnosen und Krankheiten solltest du bei den Gesundheitsfragen mit angeben. Das Problem dabei ist: viele lesen die Gesundheitsfragen der Versicherer oft nicht genau durch. Die Versicherer wollen nämlich nicht nur wissen, ob bei dir eine bestimmte Krankheit vorliegt. Sie wollen wissen, ob ein Arzt dich überhaupt in den letzten fünf Jahren untersucht, behandelt oder beraten hat. Sicherlich wirst du nicht von der BU ausgeschlossen werden, wenn du wegen einer Erkältung beim Arzt warst – angeben solltest du es laut Wortlaut in der Frage aber genau genommen schon.

Gesundheitsfragen BU genau beantworten

Sei bei den Fragen nicht zu vorsichtig mit den Angaben, denn du kannst trotz der Untersuchungen eine BU bekommen. Es ist nämlich ein Irrglaube, dass jede Untersuchung beim Arzt zu einer Ablehnung oder einem ganzen Leistungsausschluss führt. Die BU kann auch wegen bestimmter Erkrankungen einzelne/kleinere Leistungen ausschließen oder einen Zuschlag für das erhöhte Risiko berechnen. Unser Ziel ist es jedoch, dem Kunden den umfangreichsten Schutz gegen eine BU zu bieten – möglichst ohne Ausschluss.

Deshalb: schließe deine BU so früh wie möglich ab. In jungen Jahren ist man nämlich i.d.R. noch sehr gesund und somit ist ein Ausschluss einfach vermeidbar. Wenn es aber dafür schon etwas zu spät ist, dann wende dich an einen Berater bzw. Makler und lass dich professionell beraten.

Bekommst du dennoch eine Ablehnung und die Versicherungen erwägen weder Zuschlag fürs Risiko noch Ausschluss einer Leistung, dann gibt es immer noch Alternativen. Mehr zu den Alternativen zur BU findest du hier.

Der Vorteil einer (unabhängigen) Beratung: Daten gemeinsam aufarbeiten

Wie du gesehen hast, ist es sehr sinnvoll, die Gesundheitsfragen zur BU-Versicherung in Begleitung eines Experten zu beantworten. Denn ein Berater bzw. Makler arbeitet die Daten mit dir gemeinsam auf und weiß, worauf man beim Antrag besonders achten muss. So gehen wir beispielsweise auch mit dir in der Beratung deine Angaben durch, geben Tipps und achten darauf, dass alles angegeben wird, was relevant ist und auf die richtige Ausformulierung. Zudem geben wir Hinweise, wo ggf. noch ein Zusatzfragebogen benötigt wird oder ein Attest vom Arzt. Erst dann starten wir die anonyme Voranfrage – die du auch nur mit einem Makler durchführen kannst.

Anonyme Risikovoranfrage als entscheidender Vorteil

Weil jeder Versicherer erhöhte Risiken anders abschätzt, lohnt es sich mehrere Versicherer anzufragen. So stellt bei einem dein Hobby ein erhöhtes Risiko dar, bei dem anderen dafür nicht. Da Versicherer den Schutz von bestimmten Leiden ausschließen oder einen Zuschlag für das Risiko berechnen können, macht es Sinn, mehrere Angebote zu vergleichen. Wie macht man das?

Mit der anonymen Risikovoranfrage. Damit du aus mehreren Optionen die Beste für dich wählen kannst, fragen wir bei mehreren Versicherern nach, unter welchen Konditionen sie dich versichern würden. Und was das Besondere ist: unabhängige Versicherungsmakler – wie wir – dürfen bei mehreren Versicherern Angebote für eine BU einholen, ohne, dass du identifiziert werden kannst. Persönliche Daten wie Geburtstag, Adresse und Name werden bei der Anfrage geschwärzt. Das ist wichtig, denn bei einer Ablehnung landest du mit einem negativen Eintrag in einer Datei, auf die alle Versicherer zugreifen können. Und dann wird es schwierig, noch eine gute BU zu bekommen. Mit der anonymen Risikovoranfrage bist du dafür auf der sicheren Seite.

Um dir einen guten BU-Schutz bieten zu können, ist es sehr wichtig, sauber und akribisch bei den Anträgen zu arbeiten. Wir gehen dafür mit dir gemeinsam alle Fragen durch und überprüfen die Antworten auf Wunsch auch mit Hilfe der Patientenakte.

BU vor dem Jahreswechsel spart Geld

Ein wichtiger Hinweis: Wenn ihr dieses Jahr noch machen wollt, kümmert euch, macht schnell einen Termin. Bis November ist es jetzt noch ein Abschluss realistisch, denn eine BU kann man nicht mal eben schnell abschließen. Zum Jahreswechsel werden die Tarife nämlich für alle teuer. Bei den Versicherern zählt nämlich der Jahrgang und der Geburtsmonat ist quasi egal. Mach jetzt deinen kostenlosen Termin aus!

2. Richtige Tarifausgestaltung:

Bei der Tarifausgestaltung gibt es ebenfalls einige Dinge die zu beachten: Wie hoch setzt man denn die BU-Rente am besten an? Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten, da die BU-Höhe individuell vom Versicherten abhängt. Einige Faktoren helfen aber, die richtige Renten-Höhe zu kalkulieren: Wie hoch sind die Fix-Kosten? Und wie viel brauche ich, um meinen Lebensstandard zu halten? Wenn du diese beiden Komponenten hast, sollte man vielleicht auch noch einen kleinen Puffer einbauen.

Welches Endalter gibt man im Idealfall an? Normalerweise würde man ja bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter, also 67, arbeiten. Dann macht es auch Sinn, dieses Renteneintrittsalter als Endalter zur BU zu setzen. Wenn du vor hast, früher in Rente zu gehen, dann hast du ja bereits angefangen Vermögen aufzubauen. Aber auch hier ist es sinnvoll, die Absicherung so zu wählen, dass sie bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter reicht. Denn ansonsten entsteht eine Lücke, die schwierig zu füllen wäre. Zudem sollte man immer im Hinterkopf behalten, das Renteneintrittsalter kann immer noch vom Staat angepasst und erhöht werden.

Daneben gibt es noch sogenannte Dynamiken, die man bei der Tarifausgestaltung nicht außer acht lassen sollte. Es gibt einmal die Beitragsdynamik. Hier hat man die Option, dass sich der Beitrag und entsprechend die BU-Rente jährlich um ausgewählte Prozentpunkte erhöhen. Die Dynamiken sind wichtig, weil sie einen Inflationsschutz geben. Habe ich diese nicht, habe ich im Leistungsfall einen Kaufkraftverlust und die BU-Höhe reicht dann eventuell nicht aus.

3. Vergleich der Anbieter:

Kommen wir zur Kür: der Vergleich der Anbieter. Hast du die BU Gesundheitsfragen ordentlich beantwortet, mit einem Berater die Risikovoranfrage gestellt ist der Abschluss endlich zum Greifen nah. Zunächst musst du schauen, welche Annahmen du bei welchem Versicherer bekommen hast. Am besten ist es, wenn du bei mehreren Anbietern eine sogenannte Normalannahme ohne Ausschluss oder Zuschuss bekommen hast. Ist doch ein Ausschluss oder Zuschuss dabei, besprich dich mit deinem Berater, welches für dich die beste Option ist. Aber auch bei einer Normalannahme kannst du zusammen mit deinem Berater schauen, welche Versicherung für dich speziell das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet.  

Pauschal kann man nicht sagen, dass Versicherung X die beste ist. Es kommt auf deinen Fall und dein Votum an. Oft unterscheiden sich die Versicherer nur in den Feinheiten. Auch deswegen ist es am besten, die BU mit Hilfe eines Versicherungsberaters abzuschließen. Dieser kennt diese Details und kann dir erklären, was sie im Einzelnen bedeutet und was für dich das Beste ist. 

Außerdem solltest du dir nicht allzu viel Zeit für deine Entscheidung lassen, nachdem du die verschiedenen Voten der Versicherungen bekommen hast. Denn auch während des Prozesses kann es dazu kommen, dass man unerwartet krank wird oder einen Unfall hat. Das kann man vermeiden, indem man zwar überlegt aber auch zeitnah entscheidet. 

Fazit

Um dir einen umfangreichen Schutz gegen eine BU zu ermöglichen, ist eine saubere und gründliche Vorbereitung und Aufarbeitung deiner persönlichen Daten das A & O. Damit du zu optimalen Konditionen abgesichert bist, wendest du dich am besten an einen Berater/ Makler. Wir überprüfen deine Angaben bei den Gesundheitsfragen & achten auf eine saubere Patientenakte.

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