Viele denken, ein Depot sei auch abgesichert, wenn man einfach schwankungsärmer anlegt. Das stimmt nicht, und der Unterschied ist wichtig.
Eine Beitragsgarantie ist eine vertragliche Zusage: Ein Anbieter verpflichtet sich, dass zu Rentenbeginn mindestens 80 oder 100 Prozent deiner Beiträge da sind, und muss die Differenz notfalls aus eigenem Geld auffüllen. Diese Zusage kann nur geben, wer sie mit Eigenkapital unterlegt. Eine Depotbank tut das nicht, sie verwahrt dein Geld, haftet aber nicht für seinen Wert.
Was ein Depot kann, ist Risiko reduzieren. Beim Standarddepot ist das sogar vorgeschrieben: Spätestens fünf Jahre vor Rentenbeginn dürfen höchstens 50 Prozent in Aktien stecken, zwei Jahre vorher nur noch 30 Prozent, und in der Auszahlphase bleibt es bei maximal 30 Prozent. Das senkt die Schwankung, garantiert aber nichts. Auch als sicher geltende Anlagen können verlieren, wie 2022 bei langlaufenden Anleihen zu sehen war.
Kurz gesagt: Es gibt zwei Dinge, die ein Depot strukturell nicht kann, egal wie vorsichtig es angelegt ist. Eine verbindliche Kapitalzusage und eine Zahlung, die auch dann weiterläuft, wenn das Kapital rechnerisch aufgebraucht ist. Beides gibt es nur über einen Versicherer.