Welche private Rentenversicherung ist die beste für mich?

welche private Rentenversicherung

Sehr wahrscheinlich ist eines deiner finanziellen Ziele, fürs Alter vorzusorgen, da die gesetzliche Rente für die allermeisten von uns knapp ausfallen und für einen angemessenen Lebensstandard nicht mehr reichen wird.  Auf die Politik möchte ich mich nicht verlassen – du auch nicht? Dann solltest du jetzt weiterlesen. Im heutigen Blogartikel geht es nämlich darum, wie du privat vorsorgen kannst und welche private Rentenversicherung für dich die beste ist. Deswegen stelle ich dir die Betriebliche Altersvorsorge, die Riester-Rente, die Basis-Rente und die Fondsgebundene Rentenversicherung vor.

Betriebliche Altersvorsorge

Beginnen wir mit der Betrieblichen Altersvorsorge, mit der man sich zur gesetzlichen eine zusätzliche Rente über den Arbeitgeber aufbauen kann. Im Prinzip ist sie eine finanzielle Zusatzleistung des Chefs. Bei der klassischen arbeitgeberfinanzierten bAV wird dabei der Beitrag komplett vom Arbeitgeber übernommen. Es gibt aber auch Formen, bei der die Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttogehalts für die Betriebsrente einsetzen Das Ganze nennt sich Entgeltumwandlung, bei der du bis zu 8% deines Bruttogehaltes in eine bAV geben kannst.

Welche Vorteile hat die bAV?

Wenn du dich fragst, welche private Rentenversicherung für dich die beste ist, sind die Vorteile sicherlich interessant. Also kommen wir zu den Vorteilen der bAV, die zum großen Teil staatliche Förderungen beinhalten:

  • Sozialabgabenbefreit: Es fallen keine Sozialabgaben bei Beiträgen bis zu 282€ an sowie keine Steuern an, sollte die monatlich ausgezahlte Rente unter 546€

 

  • 15% Zuschuss: Egal wie hoch der Teil ist, den du einzahlst, dein Chef muss immer 15% bezuschussen.

 

  • Insolvenzgeschütze Rente: Dein angespartes Vermögen in der bAV ist zudem Insolvenzgeschützt,h. wenn du mal in eine Notlage gerätst und im schlimmsten Fall Harz IV beantragen musst, darf die das Amt auf Grund des Vermögens deine Bezüge NICHT kürzen. Bei anderen Kapitalanlagen wie Vermögen auf der Bank, Aktien, Immobilien & Co sieht das nämlich anders aus.

 

  • Nachgelagerte Besteuerung: Du zahlst erst ab Rentenalter Steuern, die somit nachgelagert sind. Das ist deswegen ein Vorteil, weil du als Renter vermutlich einen niedrigeren Steuersatz haben wirst, da dein Einkommen geringer ausfällt als während deiner Erwerbstätigkeit.

 

  • Langlebigkeitsrisiko wird reduziert: Die bAV schützt dich vor dem Langlebigkeitsrisiko, weil die Rente lebenslang ausgezahlt wird. Also egal wie alt du wirst und auch wenn dein angespartes Kapital schon aufgebraucht ist, du erhältst jeden Monat deine Rentenbezüge.

 

  • Die bAV ist sicher und risikoarm: Denn jeden Cent den du eingezahlt hast, bekommst du auch 1:1 wieder raus. Zudem gibt es verschiedene Möglichkeit innerhalb seiner bAV auch Geld anzulegen beispielsweise in ETFs oder andere Fonds.

Welche Nachteile hat eine bAV?

Kommen wir zu den Nachteilen, die ja mindesten genauso wichtig sind, um zu überprüfen welche private Rentenversicherung für dich die richtige ist.

  • Vermögen ist festgelegt: Dein Vermögen aus der Betriebsrente ist ziemlich unflexibel, da du dir dieses erst ab deinem 62. Lebensjahr auszahlen lassen kannst und vorher keine Möglichkeit hast dein Kapital zu liquidieren

 

  • Unflexibel: Bei einem Jobwechsel ist es schwer, bereits bestehende Verträge zu einem neuen AG mitzunehmen. Weil jeder AG oft eigene Verträge hat und das Modell vorgibt. Bei deinem neuen AG kannst du oft deinen Vertrag also nicht mitnehmen, sondern musst wieder einen neuen abschließen. Das lohnt sich meistens nicht, da es die 5 Jahres Regel gibt. Denn die gesamten Abschlussgebühren die bei der bAV werden nämlich immer über die ersten 5 Jahre verteilt.

 

  • Reduzierte Sozialabgaben während der Einzahlungsphase: Du solltest auch daran denken, dass du weniger Arbeitslosengeld, weniger gesetzliche Rente, weniger Witwen-Rente und auch weniger Erwerbsgeminderten Rente erhaltet wirst. Warum? Weil du niedrigeren Steuer- und Sozialabgaben durch die bAV hast.

 

  • Intransparent: Man sollte ziemlich gut bei den Verträgen aufpassen, da diese wirklich sehr unterschiedlich ausgestaltet sein können.

 

  • Verfallbarkeitsfristen: um die 15% Zulagen vom AG zu erhalten, musst du mindestens 21 Jahre alt sein und schon 3 Jahre im Unternehmen. Sonst könnte eurer AG sagen, dass er das Geld wieder zurückhaben möchte, wenn du bspw. früher kündigst.

Für den ist die Betriebliche Altersvorsorge geeignet?

Es kommt auf den Vertrag an, pauschal kann man diese Frage nicht beantworten. Um herauszufinden, ob die bAV die beste Wahl für dich ist, solltest du dir ein individuelles Angebot von deinem AG erstellen lässt. Dort ist genau aufgelistet, wie viel du Brutto und Netto bekommen würdest. Und wie hoch das Endkapital am Ende ist. Danach solltest du dir deinen Eigenaufwand ausrechnen. Meistens ist dieser Wert schon im Angebot erhalten.

Wenn nicht, kannst du ihn dir selbst ausrechnen, indem du in einen Gehaltsrechner ein gibst, wie hoch dein zu versteuerndes Einkommen wäre, wenn du die bAV erhalten würdest. Die Differenz zwischen deinem jetzigen Netto-Gehalt und das Netto-Gehalt mit bAV ergibt deinen Eigenaufwand.

Mit einem Zinseszins-Rechner aus dem Internet ermittelst du dann deine zu erwartende Rendite, indem du deine Werte einträgst: Der monatliche Eigenaufwand und den Zeitraum. Deine Rendite sollte mindestens bei 2 % liegen, damit zumindest die Inflation ausgeglichen wird. Mehr wäre jedoch besser. Danach solltest du die Rendite der bAV mit anderen Geldanlagen vergleichen: Wie viel Rendite würdest du bspw. bekommen, wenn du den Eigenaufwand bspw. In ETFs investierst? Das hilft dir auch im Vergleich, wenn du alle hier vorgestellten Formen gegenüberstellst, um herauszufinden welche private Rentenversicherung die beste für dich ist.

Übrigens habe ich zum Thema bAV bereits einen Beitrag verfasst. Möchtest du noch mehr zu dieser privaten Rente erfahren, lohnt es sich hier mal nachzusehen. Dort findest du auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um dir auszurechnen, ob sich die bAV speziell für deinen Fall lohnt.

Riester-Rente

Welche private Rentenversicherung gibt es noch? Der Riester-Rente. Auch sie wird unter bestimmten Voraussetzungen vom Staat gefördert. Welche Bedingungen musst du also erfüllen, um staatliche Förderungen zu erhalten?

  • Du müsstest mindestens 4% deines Bruttovorjahreseinkommens in den Riester-Vertrag einzahlen, um die Grundzulage von 175€ jährlich zu erhalten
  • Für jedes Kind, das nach 2008 geboren wurde, erhältst du jährlich 300€ Zuschuss
  • Jedes Kind, mit Geburtsjahr vor 2008 wird mit 185€ pro Jahr bezuschusst
  • Zudem fördert der Staat Berufseinsteiger bis zum 25. Lebensjahr einmal mit 200€
  • Es sind Steuererstattungen von bis zu 2.100€ möglich

Vorteile der Riester-Rente

Auch hier möchte ich Vor- und Nachteile gegenüberstellen, damit du dir die Frage beantworten kannst, welche private Rentenversicherung die beste für dich ist:

  • Staatliche Förderung: Wie oben erwähnt, gibt es unter bestimmten Voraussetzungen staatliche Förderungen.

 

  • Insolvenzgeschützt: Auch diese Form der privaten Rente ist, wie die bAV, ist Insolvenzgeschützt.

 

  • Sichere Geldanlage: bei Rentenbeginn bekommst du, auch wieder wie bei der bAV, mindestens deine Einzahlungen und Zulagen vom Staat ausgezahlt.

 

  • Es gibt zudem eine gewisse Flexibilität: Bei Renteneintrittsalter kannst du dir bis zu 30% einmalig auszahlen lassen und den Rest als monatliche Rente erhalten.

 

  • Nachgelagerte Besteuerung: Auch die Riester-Rente wird nachgelagert besteuert. Du musst also erst während der Auszahlungsphase Steuern zahlen, die eben wegen des niedrigeren Steuersatzes geringer ausfallen

Nachteile der Riester-Rente

Die Riester-Rente ist eine vielfach und kontrovers diskutierte Altersvorsorge. Warum? Weil sie nicht zu unterschätzende Nachteile hat:

  • Hohe Abschluss- und Verwaltungskosten: Sie lassen die Rendite schmälern. Zudem sind die Kosten sind für den Normalbürger intransparent

 

  • Vermögen wird bei Grundsicherung angerechnet: Zwar ist die Riester-Rente Insolvenzgeschützt. Doch solltest du in deiner Rente auf die Grundsicherung abgewiesen sein, wird die Summe des angesparten Vermögens hier doch angerechnet, wenn der Freibetrag von 224,50€ überschritten wird

 

  • Hohe Eigeninitiative: Du musst deinen Vertrag lebenslang im Blick behalten. Änderungen der Lebenssituation, wie z.B. eine Gehaltserhöhung, Familienzuwachs, usw. müssen von dir dann selbstständig angepasst werden

 

  • Unflexible Auszahlung: Dein Vermögen aus der Riester-Rente darfst du wirklich nur für die Rente verwenden. Sonst musst du sämtlich erhaltenen Zulagen und Steuerersparnisse an den Staat zurückzahlen. Man kann sich zwar 30% auf einen Schlag ausbezahlen lassen bei Rentenbeginn. Der Rest muss aber definitiv verrentet werden

Für wen ist die Riester-Rente geeignet?

Für Familien mit mindestens zwei Kindern oder Alleinerziehende, die nicht so viel verdienen. Denn im Vergleich zu deinem eigenen Sparanteil lohnen sich die Zuschüsse pro Kind. Die Rendite entsteht quasi durch die hohen Zulagen für die Kinder.

Rürup-Rente/ Basis-Rente

Kommen wir zur Basis-Rente, die auch Rürup-Rente genannt wird. Ursprünglich war diese Form der privaten Altersvorsorge für Selbstständige gedacht, die nicht regelmäßig in die Rentenkasse einzahlen. Denn sie sind nicht dazu verpflichtet in die Rentenkasse einzuzahlen. Somit sind sie noch einmal mehr auf die private Altersvorsorge angewiesen, um nicht in die Altersarmut abzurutschen. 

Vorteile der Basis-Rente

Das Ganze kann sich übrigens auch für Angestellte lohnen. Um herauszufinden wieso, schauen wir uns mal die Vor- und Nachteile dazu an.

  • Steuervorteile: Man kann die Beträge voll steuerlich absetzen. Sprich, wenn man 200€ einzahlt, sind 100€ davon in der Steuererklärung absetzbar. Denn während der Ansparphase kannst du die Rürup-Rente in deiner Steuererklärung als Sonderausgabe angeben. Und das ist quasi die einzige Option, in der man legal das Investments an der Börse durch ETFs oder Aktien von der Steuer absetzen kann. Je mehr du einzahlst, desto mehr steuerliche Vorteile für dich.

 

  • Keine Bedingungen: Um eine Basis-Rente abzuschließen und die Steuervorteile genießen zu können, sind keine Voraussetzungen notwendig. Es gibt also auch keinen eigenen Mindestbetrag, den du einzahlen müsstest, um von weiteren Vorteilen wie Steuerersparnisse zu profitieren.

 

  • Flexible Einzahlung möglich: Im Hinblick auf die Einzahlungen ist die Basis-Rente flexibel, denn du kannst den Vertrag monatlich oder jährlich besparen oder auch Sondereinzahlungen leisten

 

  • Insolvenzgeschützt: wie bei den beiden vorherigen Renten, ist das angesparte Kapital wieder Insolvenzgeschützt. Was ich für Selbstständige unfassbar wichtig finde!

 

  • Verschiedene Varianten bringen den größten Vorteil: Du kannst in einen klassischen Vertrag einzahlen oder aber auch in einen Fondsgebunden Vertrag, der dir mehr Rendite ermöglicht.

 

  • Nachgelagerte Besteuerung: Auch hier zahlst du erst während der Auszahlungsphase Einkommenssteuern, also meist ab Rentenbeginn.

Nachteile der Basis-Rente

Auch wenn die Rürup-Rente sehr viele positive Vorteile hat, gibt es auch hier ein paar Nachteile, die ich euch aufzeigen möchte:

  • Kein Hinterbliebenen-Schutz: Wie bei der gesetzlichen Rente verfällt dein angespartes Kapital im Falle eines Todes und das restliche Geld geht an die Versicherungsgesellschaft.

 

  • Unkündbar: Einzahlungen können zwar flexibel gestaltete werden, doch trotzdem hat die Flexibilität auch hier ihre Grenzen: Denn: Der Rürup-Vertrag kann nicht gekündigt, sondern nur beitragsfrei gestellt werden. Du kommst also auch erst zu Rentenbeginn an dein Vermögen.

 

  • Anbieter-Wechsel mit hohen Kosten verbunden: Ein weiterer Nachteil ist, dass der Wechsel zu einem anderen Anbieter mit hohen Gebühren verbunden sein kann. Denn es gibt keine gesetzlichen Vorgaben, die die Gebühren und Kosten dazu regeln. Die Anbieter können hier also frei Verträge gestalten.

Für wen ist die Basis-Rente geeignet?

Dafür kannst du eine grobe Rechnung aufstellen: Der Trick bei Rürup ist nämlich, dass Einzahlungen von bis zu 23.000€ jährlich dabei 86% von der Steuer abgesetzt werden können! Selbstständige, die nicht in ein Versorgungswerk einzahlen, können zum Beispiel Jahresende einen größeren Betrag einzahlen und so den Steuerabzug fürs Jahr maximieren. Angestellte, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, schauen sich an, wie viel sie und ihr Arbeitgeber steuerwirksam einzahlen, um dann den Differenzbetrag zu den gut 23.000 Euro zum großen Teil abzusetzen.  Dann solltest du dir den Unterschied zwischen den Steuersatz in der Erwerbsphase und den Steuersatz in der Rentenphase ausrechnen. Je größter der Unterschied, desto mehr lohnt sich die Basis-Rente. Nehmen wir an, du zahlst als Selbständiger oder Gutverdiener den Spitzensteuersatz, dann wird die Differenz zum Steuersatz in der Rente ziemlich groß ausfallen.

Fondsgebundene Rentenversicherung

Natürlich hast du auch die Möglichkeit eine klassische Fondsgebundene Rentenversicherung abzuschließen, die im Prinzip ein Fondssparplan im Mantel der Rentenversicherung ist. Du zahlst also einen monatlichen Betrag an die Versicherung, die für dich die monatlich eingezahlte Versicherungssumme für dich in ETFs investiert.  Dabei wird vertraglich festgelegt, dass die Auszahlung ab Rentenalter monatlich bis zum Tod erfolgt.

Welche Vorteile hat die Fondsgebundene private Rentenversicherung?

Um abschließend die Frage, welche private Rentenversicherung die beste für dich ist, beantworten zu können, gehen wir auch auf die Vorteile der Fondsgebundene Rentenversicherung ein, wie z.B eine ETF-Rentenversicherung.:

  • Langlebigkeitsrisiko wird reduziert: Auch hier reduzierst du das Risiko, so alt zu werden, dass man nicht ausreichend Kapital für die Rente zu Verfügung Egal wie alt du wirst und auch wenn dein eingezahltes Kapital schon längst verbraucht ist: die Versicherung zahlt dir trotzdem weiterhin deine monatliche Rente aus.

 

  • Automatisches Ablaufmanagement: Dein Kapital musst du einige Jahre vor Rentenbeginn in sichere Anlagen umschichten. Bei einem ETF-Sparplan z.B. musst du dich selbst darum kümmern. Denn du weißt nie wie sich der Aktienmarkt in den Jahren vor deiner Rente entwickelt und große Schwankungen kurz vorher sind auch da natürlich möglich. Verpasst du es, deine Anteile in sichere Geldanlagen umzuschichten, ist die Gefahr groß alles zu verlieren, wenn kurz vor Renteneintritt noch mal ein Börsen-Crash kommt. Diese Umschichtung nennt man Hast du allerdings eine Rentenversicherung, übernimmt sie das für dich ganz automatisch.

 

  • Vererbbarkeit: Dieser Aspekt ist ein großer Pluspunkt! Denn die ETF-RV ist voll vererbbar. Egal ob man in der Ansparphase verstirbt oder in der Auszahlungsphase: Die Erben erhalten die eingezahlte Summe und eventuelle Erträge aus der Rendite. Entweder aus der gesetzlichen Erbfolge heraus oder an eingetragene Erben.

 

  • Steuervorteile: Ein weiterer Vorteil ergibt sich wie in allen anderen privaten Formen der Rentenversicherungen in den Steuervorteilen. Per Sozialgesetzbuch gilt die ETF-Rentenversicherung als private Vorsorge und wird anders versteuert – es fallen nur auf den Ertragsanteil steuern. Was ist der Ertragsanteil? Beispiel: Du hast 1.000€ angelegt und davon 500€ sind der Ertrag. Dann wird nur der Ertrag von 500€ besteuert und das mit dem persönlichen Steuersatz. Und wir wissen ja: dieser wird in der Rente geringer ausfallen.

Steuervorteile sind bei einer ETF-Rentenversicherung gestaffelt

Die Steuervorteile werden gestaffelt, je nachdem wann man in Rente geht:

  • Geht man mit 63 in Rente, werden nur noch 20% von diesem Ertragsanteil mit dem persönlichen Steuersatz besteuert
  • Mit 64 Jahren müssen nur noch 19% des Ertragsanteils versteuert werden
  • Im Alter von 65 und 66 Jahren sind es nur noch 18%
  • Und mit 67 sind es nur noch 17% die vom den Ertragsanteil besteuert werden müssen

Was sind die Nachteile einer ETF-Rentenversicherung?

  • Inflexible Einzahlungen: Vertraglich legst du dich auf eine bestimmte monatliche Summe fest, die du einzahlst. Doch diesen Nachteil kann man in manchen Fällen ein bisschen lockern: Ist es dir nämlich wichtig deine Beiträge flexibel anzupassen, solltest du das deinem Versicherungsberater mitteilen. Bei manchen Versicherern kannst du den monatlichen Beitrag flexibel anpassen und hast meistens eine Mindestsumme von 25€. Zwar ist es nicht bei allen Anbietern, aber durchaus bei einigen Versicherern möglich.

 

  • Steuervorteile nur bedingt möglich: Die Steuervorteile sind an das gesetzliche Rentenalter Zwar kann man sich vor Renteneintrittsalter das Kapital auszahlen lassen, doch zahlst du dann Kapitalertragssteuer. Die oben genannten Steuervorteile sind also erst ab dem 62. Lebensjahr realisierbar.

 

  • Auszahlungsart nicht immer flexibel: Das ist definitiv ein Nachteil in großen Klammern gesetzt! Denn hier kommt es auf deinen Versicherer an, wie du dir deine Rentenversicherung auszahlen lassen willst. Bei manchen Anbietern kannst du flexibel zwischen monatlicher und Einmalauszahlung wählen. Bei anderen kannst du, sobald du dich für die monatliche Auszahlung entschieden hast, nicht mehr spontan nochmal eine Einmalauszahlung machen. Das ist aber dann von Vorteil, wenn du z.B. pflegebedürftig wirst und doch plötzlich eine größere Summe entnehmen möchtest, um Pflegekräfte o.ä. bezahlen zu können.

Für wen ist die ETF-RV geeignet?

Die ETF-Rentenversicherung ist für dich geeignet, wenn du noch mindestens 10-15 Jahre oder länger zur Rente hast. Denn da die Versicherungssumme in ETFs angelegt wird, unterliegt der Beitrag natürlich auch den Schwankungen an der Börse. Doch durch Langfristigkeit, lassen sich die Schwankungen reduzieren. Auswertungen der letzten 100 Jahren haben ergeben, dass der DAX immer positiv performt, wenn eine Haltedauer von 10-15 Jahren vorliegt. Es gibt also immer eine positive Rendite, wenn du mindestens für diesen Zeitraum dein Geld in eine ETF-Rente investierst. Die lohnt sich definitiv für alle Privatpersonen sehr gut, da du mit deiner Investition dein Langlebigkeitsrisiko abdeckst. Und auch die Kosten können sehr gut gesteuert werden, indem man sich z.B. für einen Honorartarif statt einem Provisionstarif entscheidet. Das hat den Vorteil, dass die Kosten sehr überschaubar sind.

Lasse dich bei uns beraten, um herauszufinden, welche private Rentenversicherung die beste für dich ist

Auch bei uns kannst du dich zum Thema Basisrente, ETF-Rentenversicherung usw. beraten lassen. Dabei schauen wir uns zu den oben genannten Dingen zusätzlich auch z.B. an, wie viel Rente du womöglich brauchst und checken, wie hoch deine Rentenlücke ist. Und wie hoch der Beitrag bei der Versicherung sein sollte, um diese Lücke zu schließen. Falls du dich für eine private Rentenversicherung in Form von ETFs  oder der Basisrente interessiert, unbedingt mal einen Beratungstermin bei uns dazu vereinbaren.

Fazit

Wenn du auf der Suche nach einer zusätzlichen Altersvorsorge bist und nicht weißt, welche private Rentenversicherung die richtige für dich ist, dann würde ich dir raten jede Option für deinen Fall mal genau durchzugehen. Und Beispielrechnungen zu machen. Dann kannst du abwägen: Wo hast du die meisten Vorteile, die höchste Rendite und welche Dinge sind dir noch wichtig: Vielleicht Vererbbarkeit oder doch die Flexibilität? Das hilft dir bei deiner Entscheidung.

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