Risikostreuung: So hebst du dein Depot auf das nächste Level

Risikostreuung

Du hast bereits ein Portfolio, bist dir aber nicht sicher, ob du es ausreichend abgesichert hast? Wie viel Risiko verträgt deine Geldanlage? Das kommt ganz darauf an – denn Risiko ist nicht gleich Risiko! Denn es gibt bestimmte Techniken und Werkzeuge, wie wirklich jeder durch eine Risikostreuung das eigene Depot diversifizieren kann und damit das Risiko minimiert. Wie du in drei Schritten dein Depot breit aufstellst und somit dein Risiko minimierst und trotzdem dabei die bestmögliche Rendite erzielst und damit dein Depot auf das nächste Level hebst, erfährst du in diesem Artikel.

Kursschwankungen führen zum Risiko

Warum ist es überhaupt notwendig sein Risiko zu streuen? Weil die Börse volatil ist, also die Aktienkurse bestimmten Schwankungen unterliegen. Aktienkurse entstehen durch Angebot und Nachfrage. Auch die wirtschaftliche Lage eines Landes oder eines Unternehmens, politische Themen, manchmal sogar Skandale oder Trends können verschiedene Anlageklassen einzeln oder im Gesamten stark beeinflussen. Interessant hierbei ist auch, dass nicht jede Anlageklasse gleichermaßen auf äußere Umstände reagiert. Gerät eine Anlageform in Turbulenzen, entwickelt sich eine andere vielleicht sogar positiv. Und genau diesen Umstand kannst du für dich nutzen, um die Risikostreuung in deinem Depot vorzunehmen.

Wissenschaftliche Prinzipien helfen dir bei der Risikostreuung

Der Ökonom und Nobelpreisträger Harry Makrowitz hat in den 1950er Jahren mit seiner modernen Portfoliotheorie herausgefunden, wie wichtig die breite Streuung ist, um das Risiko zu minimieren. Ein Portfolio ist nach Markowitz umso schlechter zusammengestellt, je stärker die Kurse der im Portfolio enthaltenen Aktien sich gleichförmig bewegen. Kurzum: je unterschiedlicher die Aktien im Depot, desto geringer das Risiko. Und genau hier kannst auch du ansetzen.

In 3 Schritten zur Risikostreuung für dein Depot

Um dein Risiko für deine Geldanlage also zu minimieren und zu diversifizieren, können wir folgende drei Schritte helfen:

1 Schritt: ETFs sind der wahre Gamechanger

ETFs sind Fonds die einen bestimmten Börsenindex abbilden. Der MSCI World z.B. spiegelt große oder mittelgroße Unternehmen aus Industriestaaten wider. Daraus ergeben sich zwei große Vorteile durch ETFs:

Als aller Erstes kannst du dein Risiko innerhalb einer Anlageklasse (wie z.B. Aktien) über Länder und Branchen hinweg streuen. Es gibt Asia-ETFs, die ausschließlich Aktien aus dem asiatischen Raum listen, Europa-ETFs, aber auch ETFs die nur Entwicklungsländer drin haben. Oder eben ETFs zum MSCI World. Und dabei verteilen sie innerhalb der ausgewählten Region das Risiko eben auf verschiedenste Branchen, wie die Tech-Branche, Gesundheitsbranche, usw.

Der zweite Grund wieso ich ETFs als eine der besten Geldanlagen halte: Du kannst nicht nur in Aktien-ETFs, sondern auch in Anleihen-ETFs, Rohstoff-ETFs und Immobilien-ETFs (sogenannte REITs) investieren. Damit hast du eine weitere Ebene in deinem Depot, um noch diverser anzulegen. Und so hast du die Möglichkeit gleich den zweiten Schritt ganz easy anzugehen.

2 Schritt: Mische verschiedene Anlageklassen mit in dein Depot

Das geht wie eben erwähnt, eben mit REITs, Rohstoff-ETFs usw. Aber auch natürlich in Physischer Form. Wenn du ein Teil deines Geldes auch in vermietete Immobilien steckst oder dir physisches Gold kaufst, ist das optimal für eine optimale Risikostreuung. Und kann wirklich DEN entscheidenden Unterschied machen, gerade wenn es so volatil an der Börse zu geht wie im Moment.

Warum? Weil die verschiedenen Anlageklassen unterschiedlich zueinander korrelieren. Zur Korrelation hatte ich in einem Blogartikel schon mal genauer erklärt, den du hier findest.

Aber hier nochmal kurz angerissen: Wenn Aktienkurse steigen, sinken in der Regel Rohstoffpreise. Sinken dagegen Aktienkurse, steigen Rohstoffpreise an. Diesen Effekt kannst du für dich nutzen, um je nach Wirtschaftslage z.B. Rohstoffe mit in deinem Depot aufzunehmen oder eventuell auch zu verkaufen.

3 Schritt: Achte auf deine Risiko-Gewichtung im Portfolio

Im dritten Schritt kannst du dir noch deine Gewichtung vom risikofreien und risikobehafteten Anteil deines Depots genauer unter die Lupe nehmen. Der risikofreie Anteil dient natürlich da dein Depot zu schützen. Und mit dem risikobehafteten Anteil, kannst du deine Rendite erhöhen. Denn Risiko bedeutet gleichzeitig auch Chance etwas zu gewinnen. Welchen Teil dann die sicheren und welche die riskanteren Anlageklassen einnehmen, muss du ganz individuell nach deinem Risikoprofil entscheiden. Wie du dein Risikoprofil erstellst, kannst du hier nachlesen.  Es gibt aber auch Online-Rechner  für deine Risikoprofilierung. Welchen der beiden Optionen für dich wählst, ist am Ende aber nur eine Geschmackssache. 

Der ETF Durchstarterkurs hilft dir dein Depot professionell abzusichern

Vielleicht hast du selbst ja auch schon ein Depot eröffnet und möchtest dazu aber noch ein ganz individuelles Feedback bekommen, wo noch Verbesserungspotenzial besteht. Hast du dir schon ein professionelles Risikoprofil erstellen lassen und es in dein Portfolio eingebunden? Bist du dir ganz sicher, dass dein Depot diversifiziert genug ist und es du somit genug gegen Krisen und Inflation abgesichert hast? Im ETF Durchstarterkurs schauen wir uns Woche für Woche deswegen gemeinsam die wichtigsten Punkte an, damit du 2023 an der Börse so richtig durchstartest und genau diese Punkte klären kannst.

Ganz praxisnah, mit einer Portion Expertise und dem Austausch in der Community und den Live-Events! Danach kannst du dir absolut sicher sein: Das Börsenwissen sitzt bombenfest und dir kann niemand mehr so leicht etwas vormachen! Nach 4 Wochen hast du dein Depot optimal aufgestellt mit dem für dich perfekte Verhältnis von riskantem und risikofreien Anteil.

Fazit

Wenn du selbst schon angelegt hast, kannst du mal deinem Depot einen Check unterziehen, ob es breit genug aufgestellt ist. Vielleicht gibt es noch Verbesserungspotential, indem du ETFs mit aufnimmst, verschiedene Anlageklassen ins Portfolio untermischst und auf die risikofreie und riskante Gewichtung ein Auge wirfst. Doch beachte dabei: Hinter jedem Risiko steckt auch eine Chance, die du für dich nutzen kannst. Sichere dein Portfolio deiner Situation entsprechend also so gut ab wie möglich, aber auch nur so viel wie nötig.

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